Dem Tod noch einmal entgangen…

Nordirak. Seit der Offensive im Oktober 2019 sind bis jetzt zehntausende Menschen aus Nordsyrien in den Nordirak gekommen. Über 16.000 syrische Flüchtlinge leben nun schon im Camp Bardarash. Schätzungsweise ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche.

Vorweihnachtszeit 2019: Nun erreichen uns Hilferufe aus dem Camp Bardarash– neugeborene Kinder verhungern. Es gibt zu wenig Babynahrung im Camp. Kinder auf der Flucht aus Syrien haben ihr Hab und Gut zurücklassen müssen und haben nun keine warme Kleidung.

Zu Beginn 2020 halfen wir den Müttern und Kindern des Camps Bardarash mit den Weihnachtsspenden 2019 und besorgten das Allernotwendigste!

Danke an alle SpenderInnen!

0 Babies
erhielten Nahrung
0 Schuhe
für Kinder von 6-15 Jahren
0 Windeln
für Kleinkinder von 0-3 Jahren
0Hygieneartikel
speziell für Menschen mit Behinderungen

März 2020: Die große türkische Militäroffensive in Nordsysrien ist vorerst beendet und die Aufmerksamkeit der Welt wendet sich anderen Dingen zu. Doch für die tausenden Familien, die sich in den Nordirak retten konnten, ist die Krise noch nicht vorbei. Die Lage in ihrer Heimat bleibt angespannt, es gibt täglich Meldungen über neue Gefechte. An eine Rückkehr ist nicht zu denken. Gleichzeitig warten viele von ihnen noch darauf, dass ihnen wichtige Dokumente und Ausweise ausgestellt werden. Sie sitzen fest. Das große Warten hat begonnen. Das Camp Bardarash war die erste Anlaufstelle- mittlerweile ist dieses schon längst voll.

Die Obfrau von Lebenszeichen Nadine Papai war noch Ende Jänner vor Ort! Schon damals hatte sie Corona als Epidemie in China medial verfolgt und es hatte schon eine Besprechung mit dem Projektpartner stattgefunden. Obwohl sie noch nicht genau wussten, was da auf uns alle zu kommen würde, trafen sie langsam die ersten Vorkehrungen.

April – Oktober 2020: Längst ist es traurige Gewissheit: Die Corona-Pandemie hat auch die Flüchtlingslager in Kurdistan eingeholt. Es droht eine humanitäre Katastrophe, die wir nur gemeinsam verhindern können. 15.000 Menschen in den Camps Dawodia und Bajed Kandala leben schon lange mit der Angst. Ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand gilt als eine der wichtigsten Empfehlungen zum Schutz vor einer Covid-19-Ansteckung. Der Alltag in den Flüchtlingscamps sieht gänzlich anders aus: Hier gibt es keinen Platz, sich zu separieren. Die hygienischen Bedingungen sind extrem schlecht, Desinfektionsmittel Mangelware, professionelle Schutzmasken sehr teuer. Um für das Virus gewappnet zu sein, werden immer wieder dringend Desinfektionsmittel, Handschuhe und Masken benötigt.

Die wirtschaftliche Situation ist dramatisch, den Menschen fehlt es an Arbeit und damit an Geld, welches im Kampf gegen Covid-19 und weitere Krankheiten überlebenswichtig ist. Sich von anderen fernzuhalten und regelmäßig die Hände zu waschen, ist hier unmöglich. Selbst in den beiden Krankenhäusern mangelt es massiv an wichtigen Utensilien. Das Team organsiert die ersten Corona-Hilfen in den Camps Bardarash und Bajed Khandal.

Unsere Arbeit vor Ort und Aktivitäten umfassen Nothilfe, Gesundheitsversorgung, Bildung und Rehabilitation für Überlebende des Völkermords. Zukünftig sollen sich auch motivierte und engagierte Flüchtlinge in Nähkursen treffen, um gemeinsam Masken zu nähen: für sich, für ihre Familien – und für alle jene, die bisher dem Virus schutzlos ausgesetzt waren. „Derzeit sind aber Treffen wegen Corona aus Sicherheitsgründen verboten worden. Daher werden Schutzmasken derzeit auch eingekauft.” so Papai. „Wichtig ist es uns vor allem Mediakamente und Hygienematerialien sicherzustellen. Dabei lernen wir mit den Kindern sich richtig Hände zu waschen und sich – soweit es geht – mit den Masken anzufreunden.“

Unser Krisenmanagement in der Corona-Pandemie war die Austattung der Hospitäler

0 Seifen
für das Personal und die Besucher des Hospitals
0 Liter
Ethnanol zur Desinfektion exkl. kleine Flaschen
0 Infusionssets
für Notfälle in den Hospitälern
0 Masken
zu Schulungszwecken
0 x Medizin
gegen Ausbruch der Krätze im Camp
0 Meter
Mullrollen für Verbände

Bitte teile diese Geschichte und wähle Deine Plattform!